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Bauernhöfe statt Agrarfabriken

Der Bau von Massentierhaltungsanlagen boomt. Oft entstehen riesige Anlagen mit bis zu 100.000 Tieren. Entsprechend groß ist der Gülleanfall und damit auch der entstehende Gestank. Für die Anwohner kann dies zu einer großen Belastung werden. Geruch, Lärm und häufig zunehmender Lieferverkehr lassen außerdem den Wert ihrer Grundstücke sinken.

Der BUND Brandenburg hat aus der Liste der IVU-Anlagen (bezieht sich auf die Richtlinie zur integrierten Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung) alle Massentierhaltungsbetriebe in einer Karte verortet. Zwar sind in dieser Karte längst nicht alle Massentierhaltungsbetriebe enthalten, trotzdem wird daran deutlich, dass die Dichte solcher Anlangen in Brandenburg recht hoch ist.

Entgegen den Behauptungen der Betreiber entstehen durch Massentierhaltungsanlagen so gut wie keine neuen Arbeitsplätze, im Gegenteil: Oft müssen kleinbäuerliche Betriebe wegen des Preiskampfes aufgeben. Allein in den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Schweinehalter um rund die Hälfte gesunken, die Schweinezahlen pro Betrieb haben sich dagegen verdoppelt.

Da in der betroffenen Region zudem Arbeitsplätze im Tourismus und den zusammenhängenden Bereichen verloren gehen, sind die wenigen Arbeitsplätze in den Massentierhaltungsanlagen zumeist teuer bezahlt.

Zur Unterstützung des Widerstands vor Ort hat der BUND-Bundesverband nachfolgende Materialien erstellt, die Sie herunterladen können:

* Fleischfabriken boomen – Umweltstandards sinken: Der Boom der Massentierhaltung in Deutschland und seine Folgen für die Umwelt: Kurzfassung (5 Seiten, PDF-Format, ca. 125 KB), Langfassung (52 Seiten, PDF-Format, ca. 1,5 MB)

* Widerstand gegen Massentierhaltungsanlagen – Erfahrungen und Empfehlungen aus der Praxis. (17 Seiten, PDF-Format, ca. 144 KB)

* Mustereinwendung: Bürgerinitiative (xy) gegen die geplante Massentierhaltungsanlage (xy) – Hinweise für die Erhebung von Einwendungen (PDF-Format, ca. 77 KB).

* Da die Luftbelastung durch industrielle Massentierhaltung sehr hoch ist, ist eine Anfrage zur Übermittlung von Winddaten für den betroffenen Standort sehr sinnvoll. Hier ein Muster (PDF-Format, ca. 15 KB).

* Muster-Richtlinie (PDF-Format, ca. 71 KB) über den baulichen Brandschutz im Industriebau der Fachkommission Bauaufsicht der ARGEBAU.

* Erläuterungen zur Muster-Richtlinie (PDF-Format, ca. 66 KB) über den baulichen Brandschutz im Industriebau der Projektgruppe "Brandschutz im Industriebau" und Fachkommission "Bauaufsicht" der ARGEBAU